WAS MICH BEWEGT

Auf dieser Seite möchte ich Sie mit hineinnehmen in meine Gedanken, Einsichten und Erfahrungen, die ich auf dem Weg mit Gott und in meinem Alltag mache. Mein Leben ist bunt und vielfältig und so sind auch meine Beiträge. Ich hoffe es gelingt mir, nicht mich in den Mittelpunkt zu rücken, sondern GOTT, ohne den ich nichts bin - und das meine ich wirklich so.

MEIN VATER SIEHT MICH

Wieder einmal hat Gott mich mitten auf dem Fußballplatz erreicht  und mein Herz berührt. Es war nur eine Szene, die sich vor meinen Augen abspielte, aber sie hat mir neu gezeigt, wie unglaublich tief seine Liebe zu mir ist und dass es keine Sekunde meines Lebens gibt, in der ich ihm nicht wichtig bin. 
Es ist jetzt ungefähr zwei Wochen her. Es war heiß, staubig und ich stand wieder einmal am Rand des Platzes, um einem unserer Söhne beim Spielen zuzuschauen. Der Trainer der gegnerischen Mannschaft gab lautstark Anweisungen an seine Spieler. Die ganze Zeit war er wild am gestikulieren und man hatte den Eindruck, er ist kurz vorm Explodieren. Dann kam ein Frau mit einem vielleicht 2 jährigen Mädchen in Richtung Fußballplatz gelaufen. Zielstrebig steuerte die Kleine auf diesen Trainer zu. Ich genoss es, zuzuschauen und fragte mich schon, was jetzt gleich passieren würde. Innerlich erwartete ich, dass der Trainer das kleine Mädchen wegschicken würde - so wie er emotional aufgeladen mit seiner Mannschaft mitfieberte....

Und dann hörte ich plötzlich ihre helle Stimme "Papa" - und im selben Moment drehte sich dieser Trainer um, beugte sich unter der Absperrung hindurch, ging ein paar Schritte auf sie zu und kniete sich vor ihr nieder. Plötzlich war ihm das Spielgeschehen egal. Er überließ seine 11 Spieler sich selbst und widmete sich seiner kleinen Tochter. Ich stand ziemlich dicht dran und so konnte ich hören, wie sie ihm von ihrem Schnuller, ihrem Kuscheltier und anderen Dingen erzählte, die sie gerade beschäftigten. Er lachte mit ihr und hörte ihr aufmerksam zu. Mitten im Spielgeschehen hatte dieser Trainer Zeit für seine Tochter. Mitten im lauten Spielbetrieb hat er ihre kleine helle Stimme nicht überhört, sondern sich Zeit für sie genommen. Was für ein Bild! Was für eine innige Beziehung zwischen Vater und Tochter. 

Mir schossen die Tränen in die Augen, denn ich wusste sofort, dass Gott so ist wie dieser Vater. 

  • Auch wenn Gott für die Belange der ganzen Welt zuständig ist, überhört er nicht, wenn ich ihn rufe.
  • Auch wenn gerade wichtige Dinge auf dem Spiel stehen, sieht er mich und nimmt sich Zeit für mich. 
  • Er interessiert sich für die Dinge, die mir wichtig sind und freut sich über mich, denn ich bin seine geliebte Tochter.

Das ganze Ausmaß seiner Liebe wird meiner Meinung nach in Hosea 11 unglaublich gut beschrieben - für mich eines der schönsten Kapitel der Bibel. 

NICHT PERFEKT IST GUT GENUG

Gerade ist unsere 14jährige französische Austauschschülerin abgereist. Acht Tage hat sie unser Familienleben bereichert. Da ich kaum noch Französisch spreche und sie fast kein Deutsch, war die Verständigung mühsam. Immer wieder habe ich mich gefragt, ob es ihr bei uns wirklich gut geht – ob ihr das Essen schmeckt, wir genügend mit ihr unternehmen, ihre Bedürfnisse genügend beachten… Sie hat unser normales Familienleben mitbekommen: dass alle mithelfen im Haushalt und beim Putzen, dass manchmal gemeckert und gestritten wird.  Ich habe keine „Extra“-Programm machen können, da ich sehr viel zu tun hatte und  sehr viel am Schreibtisch gesessen habe. Gestern dann von ihr die überraschende Frage, ob sie nicht nächstes Jahr für zwei Monate bei uns wohnen dürfe, um noch besser Deutsch zu lernen. Und heute Morgen, als sie schon weg war, fand ich einen Zettel von ihr mit den Worten:

 

„Vielen Dank für alles. Ich bin traurig, weil ich von hier nicht gehen will. Sie haben immer das Lächeln und das ist wirklich genial, mit ihnen zu sein. Diese Woche hat mir gut gefallen. Noch danke, Sie sind sehr sympathisch. Bis bald! …. „

 

 

Wieder einmal bin ich beschämt, weil ich dachte, ich hätte nicht genug zu geben,  zu wenig gemeinsame Zeit, zu wenig Empathie, zu wenig  Gespräch …. Aber wieder einmal merke ich: Nicht perfekt ist gut genug! Das, was ich zu geben habe, reicht aus! Sie war glücklich, so wie es war. Sie hat nicht mehr erwartet. Unser Miteinander, unser gemeinsames Arbeiten, Spielen, Lachen und Essen als Familie war genug. Ich muss nicht perfekt sein! So wie ich bin und das was ich zu geben habe, reicht aus. Neulich hat jemand zu mir gesagt: Tu da, wo du bist mit dem, was du hast, das Beste, was du kannst. Das ist Exzellenz! 

 

Ich habe wieder einmal gelernt, was Gastfreundschaft eigentlich bedeutet: Leben teilen. Ich brauche keine aufwendigen Mahlzeiten zu kochen, keine großen extra Events, keine  Hochglanz Wohnung, kein extra Hausputz, sondern einfach jemanden dabei haben und am eigenen Leben teilhaben lassen.  So macht Gastfreundschaft Freude.  Herzlich willkommen! 

ERFAHRUNGEN ALS FUßBALL-MUTTER

Alle unsere Kinder lieben Fußball. Wir hatten früher einen großen Garten, in dem zwei Fußballtore standen und es gab bei schönem Wetter fast keinen Tag, wo sie nicht mit Freunden oder Andreas, ihrem Papa, dort gespielt haben. Außerdem wollten sie alle schon früh in einem Verein spielen. Ein Jahr lang waren sie alle vier in unterschiedlichen Mannschaften, was bedeutet, dass wir an jedem Wochenende eigentlich bei vier Fußballspielen hätte zuschauen sollen. Gefühlt habe ich also zu manchen Zeiten fast so viel Zeit auf dem Fußballplatz verbracht, wie in der Gemeinde. Naja, vielleicht nicht ganz.

 

Aber ich habe tatsächlich schon unzählige Fußballspiele meiner Kinder gesehen: verdiente und unverdiente Siege, verdiente und unverdiente Niederlagen, heißumkämpfte Pokalspiele, langweilige Ligaspiele, Spiele wo der Schiedsrichter weinend vom Platz ist und Spiele, wo sich Eltern fast geprügelt haben. Ich habe die Aufstiege und Abstiege ihrer Mannschaften mit erlebt, unglaublich tolle Trainer kennengelernt, auch ein paar schlechte, aber vor allen Dingen auch viele nette Eltern. Kurzum, es war oft toll, mit anderen Eltern am Fußballfeld zu stehen und Beziehungen zu vertiefen. Freundschaften sind gewachsen…

 

 

Nach unserem Umzug nach Heidelberg war dies etwas anders. Unsere Jungs haben öfter den Verein gewechselt, so dass ich nach vier Saisons mittlerweile schon neun verschiedene Mannschaften kennengelernt habe – und natürlich die dazugehörigen Eltern. Ich gebe ehrlich zu, dass ich langsam den Überblick verliere. In der letzten Saison war ich froh, wenn ich wenigsten noch die Namen von 2 oder 3 anderen Spielern kannte und deren Eltern.

 

Soll ich mir das überhaupt noch antun bei Wind und Wetter die Spiele anzuschauen? Lohnt es sich überhaupt? Könnte ich meine Zeit nicht sinnvoller investieren? Macht es einen Unterschied, ob ich da bin oder nicht (den Jungs war das oft gar nicht soo wichtig)? Diese Fragen habe ich mir gestellt und dann habe ich die Entscheidung getroffen: Ich möchte einfach meinen Söhnen zeigen, dass ich sie liebe und deshalb schaue ich die Spiele an. Aber: Ich stehe nicht nur einfach rum, sondern ich nutze die Zeit am Spielfeldrand bewusst und bete für sie. Dies  lässt diese Zeit für mich  jede Woche wieder neu zu einer wertvoll investierten Zeit werden. Und wenn Gott es schenkt, dass ich andere Eltern kennenlerne und für die Mannschaft hilfreich sein kann, nehme ich das gerne an.

 

Gebet am Fußballplatz

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GEMEINDE- DAS BESTE WAS ES GIBT?

Letztes Wochenende war ich mit Andreas zusammen auf der Gemeindefreizeit meiner Heimatgemeinde. Wir durften dort die Bibelarbeiten halten. Ich war echt aufgeregt - ich hatte das dort noch nie gemacht. Für mich war das eine ganz besondere Erfahrung und ein besonderes Vorrecht. Dieser Dienst hat bei mir eine neue Sehnsucht geweckt, mich von Gott wirklich gebrauchen zu lassen und sein Wort weiterzugeben. Und wieder einmal haben wir die Erfahrung gemacht, dass Gott doppelt segnet, wenn wir gemeinsam IHM dienen.

 

Es hat aber auch viele Erinnerungen an meine Kindheit geweckt: Ich habe in Gesichter schaut, die einem von klein auf vertraut sind:  Onkel und Tanten, die mich schon viele Jahre mit Wohlwollen und Liebe begleiten, Schulkameraden und Freundinnen, mit denen ich Freud und Leid in Kindheit und Jugend geteilt habe, und deren Kinder, aus deren Gesichter ich ihre Familienzugehörigkeit ablesen kann, auch wenn ich sie nicht kenne. Ich fühle mich an meine eigene Zeit als Kind in dieser Gemeinde erinnert und viele  Erinnerungen kamen in mir hoch.... vor fast 40 Jahren war ich Kind in dieser Gemeinde und habe selbst viele Freizeiten in diesem Haus erlebt.

 

Auch wenn ich um die Schwierigkeiten weiß, die es auch in dieser Gemeinde gibt, so bin ich doch neu zu tiefst dankbar geworden - für Gemeinde allgemein und ganz speziell für diese Gemeinde: Es ist meine Heimatgemeinde. Ich durfte dort als Kind eine tiefe Zugehörigkeit und Gemeinschaft zwischen jung und alt erleben. Ich war eingebettet in diese "Gemeindefamilie" - mit Jungschar, Sonntagschule und Zeltlagern, mit Chor und Gemeindefesten. In der Jugend war ich teil eines Jugendkreises, der nach außen orientiert war mit Straßeneinsätzen, Hilfstransporten nach Rumänien, Konferenzen. Wir streckten uns aus nach Gott und nach dem, was ER mit uns vorhat. Das hat mich geprägt.

 

Und jetzt, mit so viel Jahren Abstand, blicke ich auf dieselbe Gemeinde: Immer noch geben Sie Kindern und Jugendlichen ein zu Hause. Das Miteinander von Jung & Alt wie ich es am letzten Wochenende erlebt habe, hat mein Herz zu tiefst berührt. Beim Lagerfeuer Abend gemeinsam miteinander zu singen oder das Bemühen, gerade den Kindern und Jugendlichen eine tolle Zeit zu bieten.

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WAS GOTT SCHENKT - DAS IST KOSTENLOS

Gerade sitze ich im Garten und trinke meine morgendliche Tasse Kaffee. Es ist meine heilige Zeit, in der ich Kraft tanke im Gespräch mit Gott, bevor der Trubel des Alltags mich in Empfang nimmt. Heute habe ich das Vergnügen gehabt, die erste reife Erdbeere zu essen. Überall in unserem Garten habe ich zwischen Blumen und Kräutern Erdbeerpflanzen verteilt. Ich liebe diese wunderschönen, knallroten, süßen Früchte - vielleicht weil ich im Juni Geburtstag habe und es dann immer leckeren Erbeerkuchen gab...

 

Überhaupt erinnere ich mich gerne an meine Kindheit, in der es zu jeder Jahreszeit Früchte, Beeren und Gemüse im Garten zu ernten gab. Manchmal sogar ganze Wäschekörbe voller dicker roter Kirschen. Wir haben sie als Kinder auf hohen Leitern von den Bäumen am Kirschenstück geholt.  Ich habe den Garten mit den vielen Obstbäumen immer als Geschenk empfunden. Und so habe ich -obwohl unser Garten in Heidelberg  nur klein ist - viele Beerensträucher und Obstbäume gesetzt: Aprikose, Pfirsich, Pflaume, Sauerkirsche, Heidelbeere, Apfel, Birne ... und sogar ein Feigenbaum. Eine wunderbar herrliche Vielfalt an Früchten!

 

Ich liebe es, morgens in den Garten zu kommen und die Entwicklung der Früchte zu beobachten. Und ich staune über das Geschenk des Wachstums. Es passiert von ganz alleine, stetig, leise, kraftvoll. Zwar haben wir die Büsche und Bäume  eingepflanzt, aber Gott schenkt, dass sie wachsen und Früchte bringen. Dass dieses Jahr so viele Aprikosen am Baum hängen ist ein Geschenk. Es hat mich nichts zusätzlich gekostet. Sie wachsen und ich darf sie genießen. Wenn ich gepflanzt oder gesät habe, brauche ich mich einfach nur beschenken lassen. Gott hat vor langer Zeit das Versprechen gegeben, dass ER Wachstum schenkt. Es ist ein nie zu Ende gehendes Geschenk Gottes: "Von nun an, alle Tage der Erde, sollen nicht aufhören Saat und Ernte, Frost und Hitze, Sommer und Winter, Tag und Nacht (1Mose 8,22)."

 

Für mich sind diese Obstbäume und Beerensträucher auch eine Erinnerung und ein Sinnbild für Gottes Gnade. Sie ist da in der ganzen Fülle und Vielfalt! Sie reicht aus für mein ganzes Leben! Und Gott schenkt sie kostenlos!  So wie die Früchte in meinem Garten einfach von selbst wachsen und reifen, darf ich erleben, dass Gott mir seine Liebe und Gnade jeden Tag schenkt - stetig, leise und kraftvoll.

Ich brauche und kann nichts dafür tun,  als einfach nur empfangen. Brauche nichts leisten, muss nicht um Aufmerksamkeit oder Anerkennung buhlen. Und ich brauche keine Angst haben, dass seine Liebe und Gnade irgendwann aufhören! Und das wird jeden einzelnen Tag meines Lebens so sein. So wie das Wachstum in meinem Garten nie aufhören wird, so wird auch die Gnade und Liebe Gottes mir gegenüber nie aufhören. Auch das hat er vor langer Zeit zugesichert und in der Geschichte mit seinem Volk hundertfach erwiesen: "Ja, die Gnadenerweise des HERRN sind nicht zu Ende, ja, sein Erbarmen hört nicht auf, es ist jeden morgen neu" (Klagelieder 3,22f.).

 

Und so sitze ich mit meiner Tasse Kaffee im Garten und freue mich unbändig über die erste reife Erdbeere und darüber, dass auch an diesem Morgen Gottes Gnade wieder in der ganzen Fülle da ist. Ich darf genießen und empfangen.

WENN GOTT DIE SCHLEUSEN DES HIMMELS ÖFFNET

Heute möchte ich Euch erzählen, wie ich versuche, in meinem Alltag die guten Dinge festzuhalten, die Gott uns schenkt.

Manche von Euch wissen, dass wir momentan in einer sehr ungewissen und unsicheren Situation sind. Letztes Jahr im August hat Andreas unserer Gemeinde gesagt, dass er seinen Dienst als Pastor zum Jahresbeginn niederlegen wird. Nicht, dass wir an unserer Berufung gezweifelt hätten oder grundsätzlich überfordert wären, aber manchmal entwickeln sich Dinge anders, als man es sich wünscht und nicht immer geht es in Gemeinde  "liebevoll und geistlich" zu....

Aber schon bevor Andreas dies offiziell mitgeteilt hat, und bevor überhaupt auch unsere engsten Freunde davon wußten, habe wir erlebt, wie Gott sich persönlich um uns kümmert! Wir haben auf unglaubliche Weise Ermutigung erlebt! Manchmal sage ich: "Gott hat die Schleusen des Himmels aufgemacht, um uns mit seiner Liebe zu überschütten":

Da war der Freund, der nach 20 Jahren plötzlich vor der Tür stand - mit einem Staffelholz in der Hand. Er ist selbst vielbeschäftigter Leiter einer Missionsgesellschaft, aber er kam um zu ermutigen, für uns zu beten und Andi aus tiefstem Herzen zu bitten, das Staffelholz, welches für seine Berufung steht, nicht niederzulegen. Ein bewegender, tiefgehender Besuch.
Oder letzte Woche, als Andreas nach vierwöchiger Kurs gerade seit wenigen Stunden wieder zu Hause war, klingelte es morgens an der Tür: Ein Mann aus unserer alten Heimat. Gott hatte ihm gesagt, dass er uns besuchen soll - eigentlich wohnt er 250 km weit entfernt und wir hatten seit einigen Jahren keinen Kontakt mehr. Wäre er einen Tag eher gekommen, hätte er Andreas nicht angetroffen. Ein Wunder? Für mich ja.
Da waren unglaublich viele Postkarten und Briefe mit ermutigenden Worten. Einer davon sogar anonym - als Absender stand: "Ist gar nicht wichtig, wer Euch schreibt. Nach dem Motto: Hauptsache ihr seid ermutigt. Es gab Wochen und Monate, wo fast täglich oder mehrmals in der Woche eine Postkarte kam. Es hat mich zu Tränen gerührt, wie Gott Menschen anspricht, die uns auf dem Herzen haben.  Menschen, die täglich für uns beten und uns mit ihrer Liebe durchtragen. Jeder einzelne Besuch und jede einzelne Karte hat mich ermutigt und mein Herz berührt.

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DIE MACHT DER WORTE

Wer kennt es nicht - das Gefühl, wieder einmal mit Worten verletzt zu haben, nicht die richtigen Worte gefunden zu haben oder an falscher Stelle geschwiegen zu haben. Ungefähr 16.000 Mal treffe ich nach neuesten Forschungen jeden Tag die Entscheidung, was ich sage und wie ich es sage. Vorher ist die Entscheidung gefallen, ob ich überhaupt etwas sage. Es ist ein lebenslanger Lernprozess, zur rechten Zeit die passenden Worte zu finden.

Weil ich gemerkt habe, wie hilflos ich an manchen Stellen bin, mit Worten weise umzugehen, habe ich angefangen, mich mit dem Training der "Gewaltfreien Kommunikation" (GfK) nach Marshall B. Rosenberg zu beschäftigen. Rosenberg hat mit seinen Prinzipien der GfK in vielen Krisenherden der Welt Erfolg gehabt - er konnte vermitteln zwischen Israelis und Palästinensern, zwischen verfeindeten Straßengangs oder Politikern. Seine 4 Schritte der gewaltfreien Kommunikation helfen, Dinge so auszudrücken, dass sie andere nicht verletzen, sondern Wertschätzung und Empathie vermitteln - auch wenn es um heikle Themen geht. Etwas, was ich in in meinem persönlichen Umfeld lernen und umsetzen möchte!

Hier in meinen Worte, um was es geht:

 

1. Sage, was du beobachtest, ohne zu bewerten

2. Nimm deine Gefühle ernst und teile sie mit

3. Nimm deine eigenen Bedürfnisse wahr und drücke sie aus

4. Bitte um das, was dein Leben bereichert

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Mein Kinder-Bilder-Buch Projekt

Nun ist es endlich fertig: Mein Kinder-Bilder-Buch Projekt. Ich hatte Euch neulich schon davon berichtet, dass ich mit einem Projekt beschäftigt war, welches mich viel Kraft gekostet hat. Manche haben mich gefragt, was es für ein Projekt war... also: Ich durfte für ein Kinderbuch die Bilder malen. Eigentlich eine schöne, sehr schöne Sache! Und ich habe im Herbst auch mit viel Freude und Elan begonnen. Aber gegen Ende fiel es mir doch sehr schwer, die Bilder fertig zu stellen: Ich selbst war mit manchen Bildern nicht zufrieden, hatte aber Angst, mit dem Pinsel noch einmal "hineinzugehen", denn nicht jeder Pinselstrich führt zu besserem Ergebnis. Auch wusste ich bei manchen Bildern schlichtweg nicht, was fehlt. Der Besuch bei meiner über 70jährigen Freundin in Rheinbach war ein Geschenk! Sie hat mich neu erinnert an Dinge, die ich eigentlich weiß - über Schatten, Tiefe, Farben... Und sie hat mich auch daran erinnert, dass man ein Aquarell eigentlich nicht "verderben" kann. Wenn es einem nicht gefällt, hält man es unter den Wasserhahn und wischt alle Farbe mit dem Schwamm ab. Sie meint, dass gerade dann oft ein wunderbarer Untergrund für das nächste Bild entsteht.

Dieser Satz ist mir hängen geblieben und ich möchte ihn auf mein Leben übertragen! Auch wenn manches im Leben vielleicht nicht gut läuft, Menschen ungute Spuren auf mein "Leben drücken", man von Menschen schlecht behandelt wird und auch selbst immer wieder schuldig wird, so kann ich doch mit Gottes Hilfe diese Dinge wieder loswerden. Ich kann diese Dinge "abwaschen lassen" und darf ein neues, schönes Bild darauf aufbauen.

Dieser Gedanke ist sehr tröstlich. Gerade in den letzten drei Jahren wurde doch manch ungute Spur in unserem Leben hinterlasssen - aber ich weiß auch, dass sich diese negativen Spuren mit der Zeit verlieren, dass sie weggewaschen werden und  Neues und Schönes entstehen kann. Dazu ist Jesus gekommen - Dinge neu und gut zu machen! Auch in meinem Leben....

So, nun möchte ich Euch aber die Bilder nicht vorenthalten - hier eine kleine Auswahl von insgesamt 38 Bildern!

Und wen es interessiert: Das Buch erscheint im Herbst im Lichtzeichen Verlag unter dem Titel "Chikondi".

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JESUS - DER ALLERBESTE FREUND

Ein Freund ist jemand, der dir die Melodie deines Herzens vorsingt, wenn du sie vergessen hast, hat jemand einmal gesagt.

Und in Johannes 15,13 steht, dass niemand größere Liebe hat, als der, der sein Leben für einen Freund gibt!

 

 

Letzte Woche bei meinem Besuch in der alten Heimat, habe ich wieder einmal erlebt, was echte Freundschaft ist. Ich hatte viele tiefe und gute Begegnungen, Gespräche von Herz zu Herz. Das ist für mich ein wichtiger Bestandteil von Freundschaft.

 

 

An einer Stelle durfte ich aber eine weitere Dimension von Freundschaft erleben: Und zwar stecke ich mitten in einem Projekt, was schon viel Zeit von mir gefordert hat. Zu 80 % bin ich mit meinen Aufgaben fertig, aber für die letzten 20 % muss ich noch mal sehr viel Kraft und Zeit mobilisieren. Nach dem Pareto-Prinzip: Für die letzten 20 % braucht man 80 % aller Zeit und Energie. Das hat mich in den letzten Wochen wirklich mürbe gemacht, mir fehlte Elan und Kraft. In meiner Frustration bin ich zu einer alten Freundin gegangen. Ich kann gar nicht sagen wie hilfreich die Zeit mit ihr war. Sie hat meine bisherigen Ergebnisse genommen, begutachtet und mir wahnsinnig geholfen durch ihre Tipps und ihr beherztes Mithelfen. Immer noch bin ich zutiefst beglückt über diesen Besuch bei ihr. Sie hat nicht lange gefragt, sondern geholfen! Was für ein Geschenk! Ihre Anwesenheit und Hilfe war so wohltuend! Nach dem Besuch bei Ihr, hatte ich neuen Mut, neue Energie und die Gewissheit, es gut zu schaffen!

 

Ein Freund ist jemand, der dir die Melodie deines Herzens vorsingt, wenn du sie vergessen hast.

 

 

Immer noch freue ich mich über den Besuch bei meiner Freundin. Wenn Menschen einander so viel geben können – wieviel mehr, kann Jesus mir geben! So wohltuend, wie diese Zeit mit meiner Freundin war – wieviel mehr hat Jesus für mich getan! Er ist mein allerbester Freund! Er hat sein Leben für mich gegeben – er ist niemals gegen mich, lässt mich niemals im Stich, er ist immer für mich! Das ist das beste, was mir im Leben passieren konnte! Ich bin so dankbar für Karfreitag und Ostern! Es ist der größte Freundschaftsbeweis, den es gibt! Jesus ist mein allerbester Freund!

 

Gerade, während ich dies schreibe, klingelt es an der Haustür - eine Freundin steht vor der Tür, mit diesem Kuchen! Was für ein Geschenk! Was für ein Fürsorge - sie kennt die Vorlieben unserer Kinder: Milchschnitte und Erdbeeren und so hat sie einen Kuchen erfunden - genau mit diesen Zutaten.Wenn schon unsere Freunde wissen, was uns gut tut - wieviel mehr weißt DU es GOTT!

 

 

Gott ich danke Dir von Herzen, für die Freunde, die Du uns an die Seite stellst. Sie sind so wunderbar! Und sie spiegeln mir wieder, wie freundlich und gütig Du bist! Du bist der allerbeste Freund! DANKE für DEINE LIEBE zu mir.

 

 

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ANDEREN EINE FREUDE ZU MACHEN, BEDEUTET GLÜCK

 Heute habe ich mich riesig darüber gefreut, einer Freundin (und ihren Kindern!) eine Freude machen zu können und zwar durch die Art und Weise wie ich seit Jahren Ostereier färbe. Ich habe es zu Hause so gelernt und durfte heute erleben, dass meine Freundin darüber ganz begeistert war. Es war so ein schöner Vormittag, gemeinsames „kreativ sein“, gemeinsames Essen, begeisterte Kinder und schöne Ergebnisse

 

Und zwar nehme ich rohe Eier unterstreiche eine Seite davon mit Eiweiß. Das Eiweiß dient sozusagen als Klebstoff. Dann lege ich darauf schöne kleine Blüten oder Gräser. Sie müssen gut angedrückt werden, damit sie gut am Ei haften. Dann wird von einer alten Nylonstrumpfhose ein Stück abgeschnitten und darüber gestülpt, vorsichtig, so dass nichts verrutscht. Dann kann man die Eier in irgendeiner beliebigen Farbe kochen - meine Lieblingsfarbe ist Blauholz, in der Apotheke zu kaufen. Aber auch Rotholz oder Kochenille oder Zwiebelschalen sind wunderbare Naturfarben. Man kann die Eier aber auch erst ganz normal in Wasser kochen und sie dann in die üblichen Kaltfarben legen. Das sieht auch wunderbar aus. Auch wenn gefärbte Eier zur Freude über die Auferstehung nicht notwendig sind …

 

Ich freue mich immer sehr, wenn unsere Familien Traditionen auch anderen gefallen. Wenn man aus der Heimat wegzieht, kennen die Menschen um einen herum so wenig von der Herkunft. Sie wissen nicht, wie ich aufgewachsen bin oder welche Traditionen mir wichtig sind. Und so freut es mich jedes Mal, wenn ich mit Menschen ein Stück von meinem Leben teilen kann und wenn diese einfachen bäuerlichen Traditionen manchmal so guten Anklang finden. Meine Freundin heute war auf jeden Fall so glücklich und wir hatten gemeinsam so viel Freude an den schönen Ergebnissen. Das hat mich so gefreut. J

 

Eigentlich wollten wir heute auch noch ein Osterfeuer machen – Simon hat das Holz schon in der Feuerschale gestapelt, aber leider hat es dann geregnet. Nächstes Jahr wieder…

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März 2017 - "Ort der Gnade" - Eindrücke von der PastorenEheFrauen-Tagung

Gerade komme ich von einer Auszeit mit fast fünfzig anderen Frauen, der PastorenEheFrauen-Tagung des Bundes Freier evangelischer Gemeinden.

 

Zum ersten Mal war ich dort, als unsere beiden älteren Söhne ein und 2 Jahre alt waren. Sie blieben nicht in der Kinderbetreuung und haben nachts schlecht geschlafen. Eines nachts war die letzte Milchpackung leer und der eine hat das halbe Haus zusammengeschrien... Es war also einigermaßen stressig  – und trotzdem war es eine sooo wertvolle Zeit für mich. Denn nicht die Vorträge waren damals wichtig für mich, sondern vor allen Dingen die herzliche Freundlichkeit untereinander, der offene Austausch und die gegenseitige Akzeptanz und Wertschätzung. Ich hatte das Gefühl von Frauen umgeben zu sein, die es „zutiefst gut mit mir meinen“. Mittlerweile ist es für mich eine jährliche "Auszeit mit Freundinnen", die ich nicht mehr missen möchte.

 

Besonders wertvoll empfinde ich jedes Jahr, die tiefe Gemeinschaft: Man wird nicht danach beurteilt, ob man in einer großen oder kleinen Gemeinde arbeitet, ob man jünger oder älter ist, der Dienst des Mannes gerade „erfolgreich“ ist - oder eher nicht, ob man schon lange im Dienst, oder gerade neu dabei ist…. Nein, man darf einfach so sein, wie man ist – es ist eine Wohltat für die Seele, so liebevoll angenommen zu sein. In einer solchen Atmosphäre lässt es sich gut leben.

Wenn ich früher von dieser Tagung nach Hause fuhr, war ich oft zutiefst dankbar für unsere Gemeinde. Ich war froh, dass wir von den Schwierigkeiten, die andere in ihren Gemeinden erlebten, verschont geblieben waren.

 

Dieses Jahr fahre ich mit gemischten Gefühlen nach Hause. Hinter uns liegt ein Konflikt, der unser Leben wie ein Tornado in den Grundfesten erschüttert hat. Wir haben ein Jahr hinter uns, in dem wir Dinge innerhalb der Gemeinde erlebt haben, von denen ich sonst immer nur gehört hatte: Alles, was man bisher dachte, gut zu können und gut zu machen, wurde hinterfragt. Alles, was Menschen früher besonders an einem geschätzt haben, wurde angegriffen. Man kommt sich vor, als wäre man in einer völlig anderen Kultur: alles, was man bisher gelernt hat, ist plötzlich bedeutungslos, Vertrautes und Gewohntes gibt es plötzlich nicht mehr, man weiß nicht mehr, wer es noch gut mit einem meint und wer nicht.

 

Die Gemeinschaft auf der Tagung tat gut. Ich habe von anderen Frauen gehört, dass auch sie schon ähnliche Erlebnisse hatten, wie wir im letzten Jahr: „Es geht nicht nur Euch so, wir haben das auch schon erlebt.“ „Ich weiß, wie Du Dich fühlst.“ „Auch wir wurden verleumdet und man ist mit uns nicht gut umgegangen“. Es war so wichtig für mich, diese Worte zu hören und diese Frauen zu sehen. Sie haben diese Krisen überwunden. Es scheint mir teilweise so zu sein, dass sie gestärkt aus diesen Situationen hervorgegangen sind. Es kommt mir so vor, dass sie ihre Grenzen besser kennen, ihre Bedürfnisse klarer kommunizieren können und ein wenig mehr wissen, wer sie sind und was ihnen wichtig ist.

 

Mir fallen aber auch liebe Freundinnen ein, deren Männer aus dem Dienst ausgeschieden sind und die jetzt nicht mehr zu unserer Tagung kommen. Pastoren und Pastorenehepaare, die durch Gemeindesituationen so sehr unter Druck gekommen sind, dass sie krank wurden. Manche von ihnen können nicht mehr als Pastor arbeiten und sind schon als junge Menschen in „Rente“. Bei anderen ist die Ehe auseinander und die Familie zerrissen. Auch dies ist Wirklichkeit. Eine tragische, schlimme Wirklichkeit. Nicht jeder Pastor und nicht jede Frau eines Pastors geht gestärkt aus einer Krise hervor.

In mir kriecht die Angst hoch: Was wird  unsere "Gemeindekrise" in mir auslösen? Wie wird sie mich verändern? Werde ich „gestärkt“ oder „geschwächt“ daraus hervorgehen? Das Tagungsthema hat mir auf jeden Fall total geholfen, klarer zu sehen! Meine „Königskindschaft“ hängt nicht an meinem Erfolg im Dienst oder an dem, wie Menschen über mich denken. Ich bin Gottes geliebtes Kind. Und Gott ist der König! Ich bin seine geliebte Tochter, ein Königskind, eine Prinzessin! Was für eine umwerfende, gewaltige Tatsache!

 

Das heißt nicht, dass Gott mich von allen harten Realitäten fernhält und mich in „Watte“ packt, nein! Zur Ausbildung eines Königskindes gehört zu lernen, sich in allen Situationen zu bewähren (vgl. Jakobus 1), denn jeder König und jede Königin wird in Extremsituationen kommen. Deshalb benutzt Gott schwierige Situationen, um mich zu formen und mich auszubilden.

 

Erinnern wir uns doch mal an Josef: Er wurde von seinen eigenen Geschwistern verraten und verkauft – und doch war er von Gott besonders geliebt. Gott hat seine schwersten Jahre genutzt, um ihn zu formen – dadurch wurde er vorbereitet auf seine Stellung als zweiter Mann im Land Ägypten! Unglaublich! Und auch Hiob musste deshalb leiden, weil er gottesfürchtig und gerecht war. Nicht, weil er gesündigt hatte oder einen Fehler begangen hatte. Ich bin getröstet durch diese Beispiele. Gott bildet seine Kinder aus - gerade durch harte Zeiten. Und noch etwas tröstet mich:  Nicht Menschen werden das letzte Wort haben, sondern Gott!

 

HERR, ich möchte Dir auch in dieser Krise vertrauen. Ich gebe Dir mein Herz und bitte Dich, es vor Bitterkeit zu bewahren. Ich möchte lernbereit sein. Hilf mir, den Menschen zu vergeben, die an mir schuldig werden – und vergib mir, wo ich an anderen schuldig werde. Ich möchte mich auch in dieser Situation an Dir orientieren. Du sagst in Deinem Wort, dass wir uns freuen sollen, wenn wir in Schwierigkeiten und Anfechtung geraten. Herr, noch kann ich mich nicht darüber freuen, aber ich vertraue Dir! Ich erwarte von Dir, dass Du diese Situation nimmst und sie zum Guten wendest. Deine Wahrheit und Weisheit leite mein Herz und meine Gedanken! Du bist mein Vater, und Du bist der König!

 

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Meine ganz persönliche Geschichte mit Karneval

Gestern bin ich seit drei Jahren zum ersten Mal wieder auf einem Karnevalszug gewesen….


Niemals hätte ich gedacht dass ich diesem Spektakel etwas abgewinnen würde, als ich vor 20 Jahren ins Rheinland gezogen bin. Ich stamme aus einer pietistischen geprägten Familie, in der es nicht gut geheißen wurde, sich an „Fasching“ (so hieß das in Hessen) zu verkleiden. Ich habe meine Eltern überhaupt nie je verkleidet gesehen.Und so war Fasching für mich immer ein Anlass, mich irgendwie komisch zu fühlen. Denn in der Schule wurde gefeiert, aber man selbst hat irgendwie nicht mitgemacht, oder nur halb, eben ohne Verkleidung. Lange Zeit dachte ich, dass man da als "Christ einfach nicht mitmacht".

 

Plötzlich im Rheinland mitten im Karneval...

Als ich dann nach Bonn gezogen bin, war ich plötzlich Teil dieses riesigen Spektakels. Unsere Wohnung lag mitten in der Altstadt und der Zug ging direkt vor der Haustür vorbei. Die Berge von Dreck, die am Abend auf der Straße lagen, waren gewöhnungsbedürftig. Und in den ersten Jahren sind wir regelmäßig vor den Karnevalszug geflüchtet.

Dann sind wir nach Rheinbach umgezogen, eine Kleinstadt mit ca. 25.000 Einwohnern. Wieder lag unserer Wohnung genau an der Route des Karnevalszuges. Und dieses Mal konnten wir uns nicht einfach so „verdrücken“. Unser Mitbewohner im Haus gingen selbstverständlich davon aus, dass wir unsere Wohnung (wir hatten die Erdgeschoss-Wohnung) öffnen, Laugenbrezeln und Berliner anbieten für Freunde, die sich natürlich selbstverständlich vor unserem Haus versammeln.

 

Gemeinsam den „Zug“ zu schauen, wird als tolles gemeinschaftliches Erlebnis empfunden. Das war der Beginn meiner Beziehung zum Karneval. Immer noch zögerlich habe ich damals angefangen, dieses Fest mit zu feiern, mir die einzelnen Wagen anzuschauen und versucht diesem Spektakel etwas abzugewinnen. Sobald unsere Kinder laufen konnten, haben Sie voller Begeisterung „Kamelle“ aufgesammelt und lauthals gerufen: „Kamelle, Kamelle“. Einmal hatten wir tatsächlich vier Ikea Tüten voller Süßigkeiten. Sie haben gereicht bis zu St. Martin (dieser Tag wurde in unserem Ort auch gefeiert und da kamen die Kinder wieder mit Tüten voller Süßigkeiten nach Hause).

Das Für und Wider ...

Gestern stand ich nun also wieder einmal nach längerer Zeit am Straßenrand und habe mich gefragt, was ich diesem Spektakel eigentlich abgewinne. Ist es etwas Gutes? Oder sollte ich es doch wegen der vielen Betrunkenen und des heidnischen Ursprungs eher als kritisch ansehen? Wie stehe ich eigentlich zu diesem Volksfest?  Diese Antworten habe ich für mich gefunden:

 

Ein fröhliches Gemeinschaftserlebnis für die ganze Familie....

Gestern habe ich viele Familien gesehen, die verkleidet und schön „zurecht gemacht“ am Straßenrand standen. Kinderaugen voller Glanz, Süßigkeiten zur Genüge! Fröhlichkeit, Lachen, Spaß und Freude an dem, was „geworfen“ wurde. Spaß auch daran Vater und Mutter verkleidet zu sehen und fröhlich gemeinsam etwas zu erleben. Dieses zu sehen, hat mich berührt. Wann war in (m)einer Gemeinde das letzte Mal eine solch ausgelassene Stimmung?

 

Freude an der Großzügigkeit von anderen Menschen...

Die Menschen die im Zug mitlaufen haben Freude daran, Sachen zu verschenken. Mit Großzügigkeit werfen Sie leckere Dinge und geben besonders den Kindern Hände voller Süßigkeiten. Abgesehen von der Frage, ob Süßigkeiten wirklich etwas Gutes für Kinder sind, bin ich doch berührt von der Tatsache dass sie von ihrem eigenen Geld großzügig anderen etwas schenken. Einfach so. Ohne sie zu kennen. Einfach aus der Freude am Verschenken heraus. Niemand erwartet eine Gegenleistung. Das hat mich berührt und ehrlich - davon können wir auch als Gemeinde lernen!

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KLEINE - GROSSE- ZIELE - Januar 2017

 

MEIN JAHR 2017

 

Die erste Woche des Jahres 2017 liegt vor mir.

Ich sitze am großen Fenster eines kleinen Ferienhauses in Holland. Mein Blick geht auf den See und die hohen Bäume. Drei Eichhörnchen toben mit einer unbändigen Energie in den Bäumen. Gott ist so kreativ und seine Schöpfung so wunderschön.

Was für ein Geschenk, hier sein zu dürfen! Ein Geschenk von Gott für uns. Ein Geschenk von Freunden. Danke!

 

Und während ich dort sitze und einfach genieße wird mir bewusst: Vor mir liegt ein besonderes Jahr. Das Jahr 2017. Zum ersten Mal seit langer Zeit, ist Andreas nicht mehr als Pastor einer Gemeinde angestellt. Dies war mit Loslassen und vielen schwierigen Situationen verbunden. Aber neben all dem Schweren eröffnet es eine Tür:


Zum ersten Mal, seit ich mit ihm zusammen bin, liegen viele Abende vor uns ohne Termine, ohne Druck, ohne Predigt am Sonntag. Es ist das letzte Jahr, wo alle unsere Kinder noch zu Hause wohnen und wir können ihnen viel Zeit widmen. Was für ein Geschenk!

Zum ersten Mal haben wir mit den Kindern am Wochenende frei und können die Zeit völlig frei gestalten. Was für eine Freiheit!

Zum ersten Mal seit wir verheiratet sind, werden wir uns die Verantwortung im Haushalt komplett teilen. Welche Freiräume an Zeit für mich!

 

Vor uns ist eine offene Tür, unser Leben in diesem Jahr 2017 wieder einmal völlig (oder zumindest ziemlich) frei zu gestalten.

Und darüber steigt in mir eine unbändige Freude hoch – eine Vorfreude auf das Jahr 2017.

 

ZIELE

Früher habe ich die Zeit vor Sylvester immer genutzt, um das vergangene Jahr Revue passieren zu lassen und für das neue Jahr Ziele zu setzen. Es hat mich mit kindlicher Vorfreude erfüllt, mir für das neue Jahr Dinge aufzuschreiben, die ich erleben oder umsetzen möchte. Das war einmal so. Früher.

 

Hinter mir liegen ein paar Jahre, in denen ich keine Ziele mehr gesetzt habe, mir nach Weihnachtenn nicht die Zeit zur Reflexion genommen habe. Ganz unmerklich habe ich damit aufgehört. Ganz unmerklich kam es immer mehr dazu, dass andere für mich Ziele gesetzt haben und ich einfach nur funktioniert und reagiert habe. Ich habe oft einfach das getan, was von mir erwartet wurde und das, was nötig war.

 

Aber hier, am Fenster des kleinen Ferienhauses in Holland wird mir bewusst, dass es dieses Jahr anders sein! Ich möchte dieses Jahr bewusst erleben. Ich möchte mir Ziele setzen – ohne Ziele ist die Gefahr zu groß, sich einfach nur treiben zu lassen oder getrieben zu werden. Ich habe zu oft erlebt, dass die Kleinigkeiten des Alltags den Bedeutsamkeiten der Ewigkeit den Platz streitig machen. Dies soll dieses Jahr nicht so sein! Deshalb, meine Ziele für das Jahr 2017 – mein Jahr 2017:

 

Ich möchte wieder einmal die Bibel durchlesen – das königliche Buch lesen

 

Das Wort Gottes ist die Quelle aller Weisheit. Es ist meine tägliche Nahrung und die einzige Chance, Gottes Wesen tiefer und besser kennenzulernen.

Ich möchte, dass meine Gottesvorstellung immer näher an das wahre Wesen Gottes heranreicht. Ohne Bibellese passiert das nicht. Ohne Bibellese wachse ich geistlich nicht. Ich erwarte keine geistlichen Höhenflüge beim Lesen – auch wenn ich mich über sie freue, wenn ich sie erlebe. Aber ich weiß, dass ich Tiefgang erhalte, wenn ich die Bibel lese. Und das möchte ich.

Wenn ich jeden Monat 5 Bücher lese, ist das doch eigentlich zu schaffen.... Die langen Bücher werde ich in die Sommerferien schieben.

 

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